Letztens habe ich beim rumblättern in diversen online Boulevard-Magazinen etwas über Chatroulette gelesen. Aktuell ist die Seite scheinbar unter der ernormen Serverlast zusammengebrochen. Einfach später mal probieren.
Jetzt, da auch Jon Stewart sich der Sache angenommen hat, möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten, wie er dies gemacht hat.
So oder ähnlich haben gestern die Schlagzeilen in deutschen Online-Zeitungen nach den Senatswahlen in Massachusetts ausgesehen. Das BILDblog hat es schön dokumentiert.
Noch schöner auf den Punkt gebracht hat es meiner Meinung nach aber mal wieder Jon Stewart in der Daily Show am letzten Montag.
Nachdem die Schweiz gesetzlich festgelegt hat, dass es keine weiteren Minarette bei den Eidgenossen geben darf, hat Jon Stewart sich das mal näher angesehen …
Nicht nur die Deutschen Medien haben im politischen Sommerloch mit einer gähnenden Leere in Bezug auf interessante Themen zu kämpfen. In den USA tummeln sich gerade Anhänger des Birther Movement durch die verschiedenen Nachrichtenmagazine, die scheinbar wirklich keine anderen Geschichten mehr haben, weil alle im Urlaub sind. Die Birther sind der Auffassung, das der seit dem 20. Januar 2009 als 44. Präsident der Vereinigten Staaten amtierende Barack Obama eigentlich rechtmäßig gar kein Präsident sein kann, da er kein geborener US-Staatsbürger ist. Sie gehen davon aus, dass er ein Bürger (Citizen) des Staates Kenia ist, weil er angeblich dort geboren ist. Eine Geburtsurkunde (birth certificate) ist scheinbar noch lange nicht das selbe, wie eine Urkunde zur Geburt (certification of live birth).
Hier sehen wir eine, nun ja, sagen wir mal verwirrte junge Frau, die in einer öffentlichen Anhörung darauf besteht, dass Mr. Obama ein Kenianer sei.
Jon Stewart hat in der Daily Show am 22. Juli 2009 das Thema aufgegriffen und mit der kenianischer Prinz Abzocke erklärt:
Die in diesem Beitrag vorgestellte Anführerin Orly Taitz, die auf CNN als Anwältin, Zahnärztin und Immobilien Maklerin vorgestellt wird, tingelt durch die verschiedensten Magazine.
Bei MSNBC war ihr bisher schönster Auftritt, bei dem sie anscheinend fast eine Herzattacke erlitten hat.
Wer nicht das ganze Interview ansehen möchte, kann sich auf diesen Zusammenschnitt beschränken
Auch bei Stephen Colbert konnte Orly ihren Standpunkt einem Millionen-Publikum vorstellen.
Endlich mal eine, die öffentlich die Obama Regierung mit Nazi-Deutschland vergleicht.
Warum fällt den Deutschen nie so ein Lückenfüller für’s Sommerloch ein?
So wie es aussieht, gibt es sogar hier bei uns Anhänger der Theorie.
(Nachtrag 03.10.2009 19:46 Uhr) Im Bildblog steht mittlerweile auch etwas über die Theorie, natürlich mit dem Tenos, die BILD wieder etwas bloßzustellen …
Steele hat in Bezug auf die in den USA weiter um sich greifende Praxis, homosexuelle Ehen legalisieren zu lassen, gesagt, dass dies schlecht für die kleinen mittelständischen Unternehmen sei.
“Now all of a sudden I’ve got someone who wasn’t a spouse before, that I had no responsibility for, who is now getting claimed as a spouse that I now have financial responsibility for,” Steele told Republicans at the state convention in traditionally conservative Georgia. “So how do I pay for that? Who pays for that? You just cost me money.”
Stewart sagt, in den Augen des Vorsitzenden Steele verschiebt sich die Homo-Ehe von einer Abscheulichkeit zu einem Kostensprenger.
“In the eyes of RNC Chairman Michael Steele, gay marriage slips from abomination to budget buster.”
Um darzustellen, was das für ein idiotisches Argument ist, führte er aus:
“Now, you may be thinking at home, wait a second, Jon, that sounds really stupid. If the added expense of an employee’s spouse affects the business, wouldn’t that be an argument against all marriage? Because aren’t there… aren’t there far more heterosexual marriages? Because there are so many more heterosexual marriages than there would be gay marriages, wouldn’t the smart businessman hire only the undatable? Why do you want is this job? I NEED THE MONEY FOR FOREHEAD SPHINCTER REMOVAL.”
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