Archiv für die Kategorie ‘Internetz’

Jetzt wird geflattr’ed

Freitag, 04. Juni 2010, 16:16 von Jens

Was macht man, wenn man seine morgendliche Runde durch diverse Blogs macht und den Autoren trotz ihrer kostenlosen Texte auch gerne mal ein paar Cent Anerkennung zugute kommen lassen will? Bei einigen Webseiten kann man schon mal im Impressum einen PayPal-Link oder eine Bankverbindung für Spenden o.ä. entdecken, aber das ist schon mit einer nicht ganz unerheblichen Menge an Aufwand verbunden.

Flattr ist neu und aus Schweden.

Das Prinzip ist einfach. Nach der Anmeldung beim Micropayment-Dienst (der sich momentan noch in der Beta-Phase befindet) muss man sein Konto aufladen (ok, dafür braucht man am bequemsten wieder einen PayPal Account). 2 Euro pro Monat ist das wenigste, was man einsetzen kann, 20 Euro pro Monat das Maximum.
Beim Auffüllen des Flattr-Kontos per PayPal werden deren Gebühren übrigens abgezogen. Man zahlt also z.B. 8,00 Euro, es werden aber nur 7,38 Euro bei Flattr gutgeschrieben (PayPal nimmt 0,35 Euro + 3,4% an Gebühren).

Wenn man jetzt in einem Blog oder auf einer anderen Seite auf einen Button mit dem Flattr Logo stößt, kann man dem Autoren damit seine Wertschätzung zeigen. Jeden Monat wird der eingesetzte Betrag unter den in diesem Zeitraum angeklickten Artikeln bzw. Seiten aufgeteilt.

Beispiel: Ich setze 2 Euro im Monat ein und klicke bei 25 Artikeln auf den entsprechenden Button. Dann bekommt der jeweilige Autor für jeden meiner Klicks 2,00 Euro / 25 = 0,08 Euro auf seinem Flattr Konto gutgeschrieben. Wenn ich nur 4 Artikel in dem Monat gut genug finde, sind es halt 2,00 Euro / 4 = 0,50 Euro pro Klick.

Der Dienst selber bekommt 10%. Ein Artikel mit 100 Klicks und 8,00 Euro an verteiltem Geld bekommt also 7,20 Euro insgesamt. 10% finde ich jetzt gar nicht mal so schlimm, von irgendwas müssen die sich auch ernähren.

Zum Ausprobieren habe ich mich da jetzt auch mal angemeldet und den Bezahl-Button auch hier im Blog eingebaut. Ich bin mal gespannt, ob überhaupt jemand da draufdrückt.  Einen Bericht über die Einnahmen des ersten Monats werde ich dann nachschieben.

Um überhaupt bei Flattr mitmachen zu können, benötigt man übrigens einen Einladungs (Invite) Code.

Hier sind mal drei Stück zur freien Verfügung. Wenn die jemand nutzt, würde ich mich freuen, wenn in den Kommentaren grade geschrieben wird, welcher Code nicht mehr gültig ist.

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MySQLDumper mit Cronjob bei All-Inkl einrichten

Dienstag, 01. Juni 2010, 19:51 von Jens

Nils Schulte am Hülse hat hier mal beschrieben, wie man den MySQLDumper beim in Deutschland mittlerweile doch recht bekannten Hosters All-Inkl.com so einrichtet, dass man automatisch per Cronjob seine Datenbanken gesichert bekommt.

Da Nils’ Eintrag jedoch von Mai 2007 ist, basiert diese Anleitung auf der Version 1.23 pre-release des Dumpers.

Eine echte Version 1.23 hat es nie gegeben, aus dem Release Candidate Stadium ist der Dumper nie rausgekommen.
Am 18.09.2009 wurde dafür dann die stabile Version 1.24 des Dumpers veröffentlicht. Ein Preview Video der nächsten geplanten Version 1.25 kann man sich hier anschauen. Die Entwicklung geht also voran!

Da die bisherige Anleitung also schon etwas in die Jahre gekommen ist (aber nichts desto trotz immer noch gültig ist), will ich hier mal versuchen, das Prozedere für die Version 1.24 mit ein paar Screenshots und Anmerkungen zu aktualisieren.

Zunächst einige Vorbemerkungen.

Der MySQLDumper ist gedacht für Anwender, die keinen eigenen Webserver haben, sondern sich mit mehreren anderen Usern einen Server teilen (shared hosting). Der eigentliche Server selbst wird durch den Hoster verwaltet und administriert. Der Endanwender (Du!) hat per FTP Zugriff auf den Teil des Servers, der für ihn freigeschaltet ist. Zusätzlich kann man sich noch in einem Verwaltungsbereich (bei All-Inkl heißt das KAS – Kundenadministrationssystem) anmelden, über den man z.B. Email-Konten, MySQL Datenbanken oder FTP-Zugänge konfigurieren kann (je nach gewähltem Tarif).

Nehmen wir mal an, jemand hat sich bei All-Inkl ein Webhosting Paket im Tarif All-Inkl Privat Plus eingerichtet. Wir nehmen das an, weil ich genau diesen Tarif habe. Da bekommt man für relativ kleines Geld u.a. folgende Leistungen

- 10 GB Speicherplatz (der für den eigentlichen Webspace, die angelegten MySQL Datenbanken und die eingerichteten EMail Postfächer gemeinsam genutzt wird)
- bis zu 25 MySQL Datenbanken
- PHP und Perl Unterstützung
- bis zu 5 Cronjobs

Hier kann man dann z.B. ein – sagen wir mal – Blog installieren. Nennen wir es mal kochsiek.org. Dieses Blog basiert auf der Software WordPress, einer kostenlosen PHP-Anwendung. Solche Anwendungen bestehen immer aus zwei Teilen. Einmal den Dateien auf dem Webspace, die man per FTP in das entsprechende Verzeichnis hochlädt, das aufgerufen wird, wenn jemand die entsprechende Domain in seinem Webbrowser eintippt. Und zum anderen aus einer Datenbank, in der die Inhalte gespeichert werden (hier: MySQL). Das gleiche Prinzip gilt auch für Foren (z.B. phpBB, vBulletin, IP.Board, Woltab Burning Board, …), Wikis, CMS-Systeme (z.B. Joomla, Typo3, …) und viele weiteren Anwendungen, die man als Privat- und Hobbyanwender auf seiner kleinen Homepage vielleicht nutzen möchte. Viele dieser Programme sind kostenfrei.

Diese Zweigeteiltheit hat zur Folge, dass die Webseite vom Aufbau her immer gleich ist, die Inhalte aber sehr schnell und aktuell geändert werden können, ohne dass man dafür eine Ausbildung zum Webdesigner haben muss und/oder fließend HTML programmieren können muss.
Die Software erzeugt aus dem feststehenden Gerüst und den variablen Einträgen der Datenbank also immer wieder neue HTML-Seiten, die vom Browser angezeigt werden. So einfach funktioniert jedes Forum oder Blog.

Bei All-Inkl (wie bei anderen Anbietern auch) gibt es sogar die Möglichkeit, die Installation einer solchen Software automatisch über das KAS zu machen. Man muss sich dann weder über das Hochladen der Dateien per FTP noch über das Anlegen einer Datenbank Gedanken machen, sondern kann nach kurzer Zeit die Webseite des z.B. Blogs einfach aufrufen.

Wir bleiben mal bei unserem Beispiel Blog. Die Software ist also installiert, eine MySQL Datenbank ist eingerichtet und füllt sich durch die ersten Artikel langsam mit Leben. Mit steigender Anzahl an Einträgen kommt einem bald die Frage Was passiert eigentlich, wenn der Server mal ausfällt und alles ist auf einmal weg? in den Sinn. Der Gedanke Sicherheit in Form eines Backups formt sich langsam im Cerebrum.

Beim Backup muss man wie bei der Installation und der Nutzung des Blogs zwei Dinge beachten. Einmal die Dateien auf dem FTP-Server und einmal die davon losgelöste MySQL Datenbank. Im folgenden soll es nur um die Datenbank gehen. Wer Interesse hat, seine FTP-Daten auch zu sichern und dafür Ansätze sucht, kann sich mal diesen Thread im MySQLDumper Support Forum anschauen. Viele Hoster bieten auch automatische Backups in irgend einer Form an. All-Inkl sichert den Webspace in 14tägigen Abständen, lässt dabei jedoch große Dateien wie .zip, .mp3 u.ä. aussen vor.

Ich persönlich sichere auch meine FTP Daten in unregelmäßigen Abständen auf einer lokalen Festplatte, damit meinen Sicherheitsanforderungen genüge getan ist.

Aber hier soll es ja um die Datenbanken und den Dumper gehen.

Der Kasus Knaxus bei All-Inkl nun ist, dass es pro angelegter MySQL Datenbank einen eigenen Datenbank-Benutzer gibt. Normalerweise ist es so, dass es einen Datenbank-Benutzer gibt, und diesem Benutzer Rechte zum Zugriff auf eine oder mehrere Datenbanken gegeben werden.

Ich habe hier also eine Datenbank für das Blog und eine für eine Joomla-Webseite eingerichtet und möchte nun beide jede Nacht automatisch vom Dumper sichern lassen und mir per Email zusenden lassen. Wie mache ich das?

Als erstes muss der Dumper mal installiert werden.

(weiterlesen…)

Wer hat den längsten?

Freitag, 16. April 2010, 17:50 von Jens

Naja, oder die meisten … Server nämlich!

In der folgenden Grafik, die von der Webseite intac erstellte wurde, die sich mit Allem rund ums Webhosting beschäftigt, wird es schön bildlich dargestellt.

Klicken zum Vergrößern!

April, April

Donnerstag, 01. April 2010, 21:22 von Jens

Auf diversen Webseiten sind mal wieder einige April-Scherze gestartet worden. Nerdcore hat da mal was zusammengefasst.

Am schönsten finde ich ja die Idee von YouTube, durch das digitalisieren und übertragen der Videos als Text-Dateien Bandbreite sparen zu wollen.

Laut Tagesschau.de wird das Internet durch die ICANN abgeschaltet, um IPv6 global über die Osterfeiertage einzuführen.

EMails werden ab Juni nicht mehr kostenlos sein, sondern es wird ein Porto fällig.

Apples iPad kann laut FAZ.net nicht zum geplanten Verkaufsstart in die Läden kommen, weil das Display schmelzen kann. Interessanterweise ist in dem Artikel ein Link eingebaut, der Aprilscherz betitelt ist und auf die selbe Meldungs-Seite verweist, auf der er steht.

Sarah Killen, your life is about to change

Donnerstag, 11. März 2010, 21:35 von Jens

Nachdem Conan O’Brian seinen Arbeitsplatz bei NBC an seinen Vorgänger Jay Leno verloren hat, hängt er wohl zuhause rum … und lässt die Welt an seinem Dasein mittels Twitter teilhaben. Er hat dort über 600.000 Follower. Jay Leno hat übrigens ca. 35.000, aber das nur am Rande.

Conan hat zwar jede Menge, die ihm folgen – aber lange Zeit hatte er niemanden in seiner Liste stehen, dessen Tweets er abonniert hatte. Bis letzte Woche Freitag zumindest.

Am 5. März zwitscherte er

I’ve decided to follow someone at random. She likes peanut butter and gummy dinosaurs. Sarah Killen, your life is about to change.

Und das Leben der guten Sarah hat sich wirklich verändert. So hatte sie vorher genau 3 Follower in ihrem Twitter Profil. Aktuell sind es über 25.000!

Ich bin mal gespannt, wann Stephen Colbert jemanden auf Twitter folgt …

Noch ein Katzen-Video

Mittwoch, 03. März 2010, 20:59 von Jens

Genau das, was YouTube braucht … ein weiteres lustiges Video mit einer Katze. Aber das hier finde ich wirklich niedlich!

MySQLDumper Vortrag in Würzburg

Mittwoch, 10. Februar 2010, 21:43 von Jens

Das Blog thinkphp.de weist auf folgendes Event hin.

Am kommenden Donnerstag, den 11.02.2010 findet wieder ein öffentlicher Vortrag im Mayflower Büro in Würzburg statt (Pleichertorstrasse 2, 97070 Würzburg, Straßenbahn und die Haltestelle Congress Centrum).
Beginn ist um 18:00 Uhr, Thema des Vortrags ist “Praktische Anwendung von MySQLDumper“.

Intelligentes Backup-Management bei MySQL-Datenbanken? Kein Problem, denn mit dem MySQLDumper kann jeder Sicherungskopien seiner wichtiger Datenbestände erstellen – und bei Bedarf auch kinderleicht wieder herstellen. Daniel Schlichtholz zeigt wie MySQLDumper einem das Leben erleichtert. Frei nach dem Motto: back it up the easy way…

Die “Donnerstags-Vorträge” werden sowohl in Würzburg als auch in München gehalten. Bei Interesse einfach das Blog beobachten, um auf dem Laufenden zu bleiben!
Wir freuen uns auf viele Teilnehmer!

Wer Zeit und Lust hat und gerade in der Nähe ist, sollte sich das nicht entgehen lassen.

Comme si, KOMSA!

Freitag, 22. Januar 2010, 0:49 von Jens

Die KOMSA Kommunikation Sachsen AG ist auf dem Abmahntrip. Wie z.B. das Blog 100Partnerprogramme.de berichtet (aber auch noch einige andere), flattern aktuell Abmahnungen in der bekannten Form

Wir haben Sie daher aufzufordern [...] bis zum [...] einzustellen. Weiterhin haben wir Sie aufzufordern, aufgrund der Verletzung [...] eine strafbewehrte Unterlassungserklärung [...] abzugeben. [...]. Wir fordern Sie auf [...] Sollten Sie diese letzte Gelegenheit zur gütlichen Einigung des Sachverhalts nicht wahrnehmen, werden wir unsere Rechte bei Gericht [...].

wegen unautorisierter Nutzung des KOMSA Firmenlogos in die Email-Postkästen von diversen Webseiten. Interessanterweise alles Webseiten, auf denen Werbebanner geschaltet sind – die jedoch rein gar nichts mit KOMSA zu tun haben.

Was war passiert?

Die haben einen Adblocker installiert und statt der Werbung wird ein KOMSA-Logo ausgeliefert. [...] Also – kurz zusammengefasst: Nur bei denen auf den Firmen-PCs erscheint das eigene Firmenlogo anstatt eines Werbebanners, wenn man Andrés oder unsere Website besucht. Und wahrscheinlich auf zigtausend anderen Websites auch.

Durch einen Link im lawblog wird das ganze sicherlich noch etwas breitergetreten. Wie heißt es dort so schön

Heißer Kandidat für die misslungenste Abmahnung des Jahres

(Update 22.01.2010 12:34 Uhr) Katja Förster, die Unternehmenssprecherin der Firma KOMSA, hat auf meine Anfrage nach einem Kommentar bezüglich der Abmahnungen geantwortet.

hierbei handelt es sich um einen bedauerlichen unternehmensinternen Fehler. Wir haben die Abmahnungen bereits gestern umgehend schriftlich zurückgezogen und uns bei den entsprechenden Personen entschuldigt.

Diese Email dürfte Sie wohl mittlerweile dem ein oder anderen Blogger geschickt haben …

hierbei handelt es sich um einen bedauerlichen unternehmensinternen Fehler. Wir haben die Abmahnungen bereits gestern umgehend schriftlich zurückgezogen und uns bei den entsprechenden Personen entschuldigt.

Google macht dicht!

Mittwoch, 13. Januar 2010, 16:41 von Jens

Zumindest in China. Wie im Google Blog vom Chef-Juristen des Konzerns, David Drummond, berichtet wird, wird Google in den nächsten Wochen damit beginnen, mit der chinesischen Regierung darüber zu sprechen, ob und wie man die Zensur, die China auf Google’s Suchergebnisse anwendet, abschalten kann. Auch wenn das bedeutet, Google in China komplett aufzugeben.

We have decided we are no longer willing to continue censoring our results on Google.cn, and so over the next few weeks we will be discussing with the Chinese government the basis on which we could operate an unfiltered search engine within the law, if at all. We recognize that this may well mean having to shut down Google.cn, and potentially our offices in China.

Den Ausschlag für diese Entscheidung hat der Angriff auf GoogleMail Konten chinesischer Menschenrechts-Aktivisten gegeben, der laut Google von chinesischen Rechnern ausgegangen ist.

Auch Spiegel Online berichtet.

Bleibt abzuwarten, ob die chinesische Regierung sagt Oh bitte, bleibt doch, zur Not halt auch ungefiltert oder nicht doch eher Ätsch, wir wollten euch eh’ nie wirklich hier bei uns, zieht Leine!

Jetzt, wo China Deutschland als Exportweltmeister abgelöst hat müssen wir uns wohl langsam Gedanken machen, was wir falsch und die Chinesen richtig machen.

1&1 Hotline zukünftig kostenlos

Mittwoch, 06. Januar 2010, 21:14 von Jens

Im September 2008 wurde 1&1 noch von der Bundesnetzagentur abgemahnt, weil die Kosten der Support-Hotline mit einer 0900er Nummer extrem hoch waren.

Da aber mittlerweile der neue Leiter der Abteilung Kundenzufriedenheit, Marcell D’Avis, im Amt ist, wurde da gleich dran gedreht. In seinem Blog schreibt er

Unsere Hotline ist ab sofort für alle Kunden kostenfrei erreichbar, die Internettelefonie oder einen Handy-Tarif von 1&1 nutzen. Unter der neuen Rufnummer 0721/9600 ist der 1&1 Support für alle Themen an 7 Tagen die Woche rund um die Uhr verfügbar. Für Anrufe aus anderen Netzen gelten die dort gültigen Telefontarife für Anrufe ins deutsche Festnetz.

Das ist doch mal was. Wer also eine Flatrate ins deutsche Festnetz hat (und wer hat das heute nicht?), der kann jetzt viel gelassener in der 1&1 Warteschleife rumhängen. Wer weiß, wenn die Musik da gut ist, könnte man sich sogar die GEZ Gebühren sparen.