Unitymedia und die Bestandskunden

Nachdem ich ja Ende 2011 auf 3play 128.000 von Unitymedia umgestiegen bin, musste ich doch letztens feststellen, dass die Kabel-Abteilung von Liberty Global wieder mal an den Tarifen geschraubt hat.

Statt 32, 64 oder 128 MBit/s gibt es jetzt 10, 50, 100 oder 150 MBit/s was die Internet-Bandbreite betrifft. Und das zu Preisen, die unter den bisherigen liegen.

Habe ich für meinen 3play 128.000 Vertrag noch 77,90 EUR bezahlt, so wären es für den neuen 3play Premium 100 inkl. Speed-Option (auf 150 MBit/s) nur noch 72,90 EUR pro Monat gewesen. Und dabei wäre zusätzlich ein HD-Festplattenrecorder und die sog. HD-Option gleich mit drin gewesen.

Da ich viel dafür in Bewegung gesetzt habe, in unserer neuen Residenz  überhaupt ans Kabel angeschlossen zu werden, hätte ich natürlich auch gern von den aktuellen und günstigeren Paketen profitiert. Und HD-Recorder sowie ein paar mehr HD-Sender wären ja auch gar nicht mal schlecht.

Und dann nahm das Drama seinen Lauf.

Über den Twitter-Account der Unitymedia-Hilfe habe ich versucht, den neuen Tarif zu bestellen. Dass dabei eine einmalige Gebühr von 9,95 EUR anfällt und die Mindestvertragslaufzeit (MVLZ) erneut beginnt war mir klar.
Dummerweise bekam ich die Auskunft, dass ein Wechsel von 128 MBit/s auf 150 MBit/s nur nach Ablauf der MVLZ möglich sei, da es sich hierbei um ein „Downgrade“ handele.

Auf meine Nachfrage, wie ich denn die höhere Bandbreite als Rückstufung verstehen solle, bekam ich die Antwort, dass die zusätzlichen 50 MBit/s ja nur eine Option sind und der eigentliche Basis-Wert 100 MBit/s sind, und das ist nunmal langsamer als 128 MBit/s.
Und weniger Leistung dürften sie einem Bestandskunden halt nicht anbieten – scheinbar selbst dann nicht, wenn der es gerne möchte und auch bereit ist, die Tarif-Wechselgebühr zu bezahlen.

Nun ja, dachte ich mir, Twitter war also nix – wobei ich sagen muss die dortigen Supportler sind sonst recht fit und helfen wirklich gut und schnell weiter.

Also mal bei der Telefon-Hotline versucht. Beim ersten Versuch ein paar Tage nach dem Twitter-Kontakt bekam ich dort die selbe Aussage. Man könne mich nur zum Ende der Vertragslaufzeit (Dezember 2012) in einen anderen Tarif lassen.

Ich bin ja eher einer der hartnäckigen Zeitgenossen. Also habe ich ein paar Tage später nochmal bei der Hotline angerufen und mein Ansinnen vorgetragen. Dieses Mal hatte ich Glück – und einen pfiffigeren Hotliner am anderen Ende der Leitung. „Klar, kein Problem, können wir umstellen. Oh ich sehe grade, das würde dann ja günstiger für Sie. Hmm, das geht so leider nicht, da müssen wir noch was dazubuchen, damit sich am Preis nichts ändert.“

Na, meinetwegen – höhere Leistung zum gleichen Preis, soll mir auch recht sein. Da im 3play Premium 100 neben dem HD-Recorder auch die HD-Option schon inkludiert ist, haben wir halt noch ein Pay-TV Paket (DigitalTV Allstars) für 5 Euro dazugebucht, somit sind wir wieder bei den ursprünglichen 77,90 EUR im Monat.

Und jetzt kommt der kleine Haken an der ganzen Sache.

In unserem Fernseher werkelte bislang immer anstandslos ein AlphaCrypt CI Modul. Die meisten der tollen HD Sender in unserem neuen Paket konnte man damit auch entschlüsseln – nur halt die Privaten (RTL, Pro7, Sat.1, usw.) nicht. Das geht nur mit einem von diesen tollen Unitymedia eigenen CI+ Modulen.

Was soll’s hab‘ ich mir gesagt – die 2 EUR im Monat sind auch noch drin. Flugs angerufen und bestellt – „Ja, schicken wir Ihnen gerne zu für 4 EUR im Monat + 5,90 EUR Versand + 9,95 EUR Aktivierung.“
Den HD-Recorder wollte ich nämlich nicht im Austausch wieder dafür hergeben, und für ein zusätzliches HD-Modul braucht man auch einen zusätzlichen DigitalTV Vertrag, der nun mal auch 2 EUR im Monat kostet.

Unterm Strich also schnelleres Internet, HD-Recorder, einen Ar*ch voll neuer Sender in HD und eine zusätzliche Smartcard für 4 EURO mehr im Monat – jetzt isses aber auch erst mal gut.

Wobei ich – im Gegensatz zu vielen Foreneinträgen von unzufriedenen UM-Kunden – weder über die Leistung noch über den Preis meckern kann. Das ist es uns halt wert.

P.S. Es gibt natürlich auch noch andere Internetanbieter und die weiter oben stehenden Links zu Unitymedia setze ich nicht zu Werbezwecken, sondern weil ich als Kunde auch dahinter stehe, was UM anbietet.

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2 Antworten zu Unitymedia und die Bestandskunden

  1. Hans sagt:

    Hallo,
    ich bin gerade über den LZ-Artikel auf Deinen Blog gestoßen und habe ihn gleich als Feed abonniert. Super Projekt! Ich bleibe dran!
    Zu deinem Artikel: 77 Euro im Monat sind ja schon ein Wort zum Sonntag, das muss man wollen 🙂
    Wir wohnen vlt. zwei km Luftlinie von Dir entfernt und quälen uns mit einer überlasteten 2 MBit/s Leitung. Bei uns gibt es leider kein Kabel. Wir träumen weiter … 🙂
    Viel Erfolg noch

  2. Jens sagt:

    Wenn man sich mal den Telekom-Tarif „Entertain Premium“ anschaut, der von der Leistung her so halbwegs vergleichbar mit meinem Unitymedia-Tarif ist, dann komme ich dort auf folgende Zahlen:

    Entertain Premium: 53,95
    Aufpreis VDSL 50: 10,00
    Aufpreis HD-Recorder: 4,94
    Aufpreis Zweitgerät: 3,94
    Summe: 72,83 Euro monatlich

    Dabei habe ich jetzt mal nicht die ganzen Rabatte berücksichtigt, die teilweise in den ersten 12 oder 24 Monaten anfallen, sondern nur die Kosten, die wirklich auf Dauer entstehen.
    Dort ist die Internet-Bandbreite dann 50/10 MBit und bei mir 150/5. Aber Du hast natürlich Recht, das muss man wollen 🙂

    Zumal VDSL in Kachtenhausen gar nicht verfügbar ist …

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