Nachdem Conan O’Brian seinen Arbeitsplatz bei NBC an seinen Vorgänger Jay Leno verloren hat, hängt er wohl zuhause rum … und lässt die Welt an seinem Dasein mittels Twitter teilhaben. Er hat dort über 600.000 Follower. Jay Leno hat übrigens ca. 35.000, aber das nur am Rande.
Conan hat zwar jede Menge, die ihm folgen – aber lange Zeit hatte er niemanden in seiner Liste stehen, dessen Tweets er abonniert hatte. Bis letzte Woche Freitag zumindest.
Am 5. März zwitscherte er
I’ve decided to follow someone at random. She likes peanut butter and gummy dinosaurs. Sarah Killen, your life is about to change.
Und das Leben der guten Sarah hat sich wirklich verändert. So hatte sie vorher genau 3 Follower in ihrem Twitter Profil. Aktuell sind es über 25.000!
Ich bin mal gespannt, wann Stephen Colbert jemanden auf Twitter folgt …
Nicht nur die Deutschen Medien haben im politischen Sommerloch mit einer gähnenden Leere in Bezug auf interessante Themen zu kämpfen. In den USA tummeln sich gerade Anhänger des Birther Movement durch die verschiedenen Nachrichtenmagazine, die scheinbar wirklich keine anderen Geschichten mehr haben, weil alle im Urlaub sind. Die Birther sind der Auffassung, das der seit dem 20. Januar 2009 als 44. Präsident der Vereinigten Staaten amtierende Barack Obama eigentlich rechtmäßig gar kein Präsident sein kann, da er kein geborener US-Staatsbürger ist. Sie gehen davon aus, dass er ein Bürger (Citizen) des Staates Kenia ist, weil er angeblich dort geboren ist. Eine Geburtsurkunde (birth certificate) ist scheinbar noch lange nicht das selbe, wie eine Urkunde zur Geburt (certification of live birth).
Hier sehen wir eine, nun ja, sagen wir mal verwirrte junge Frau, die in einer öffentlichen Anhörung darauf besteht, dass Mr. Obama ein Kenianer sei.
Jon Stewart hat in der Daily Show am 22. Juli 2009 das Thema aufgegriffen und mit der kenianischer Prinz Abzocke erklärt:
Die in diesem Beitrag vorgestellte Anführerin Orly Taitz, die auf CNN als Anwältin, Zahnärztin und Immobilien Maklerin vorgestellt wird, tingelt durch die verschiedensten Magazine.
Bei MSNBC war ihr bisher schönster Auftritt, bei dem sie anscheinend fast eine Herzattacke erlitten hat.
Wer nicht das ganze Interview ansehen möchte, kann sich auf diesen Zusammenschnitt beschränken
Auch bei Stephen Colbert konnte Orly ihren Standpunkt einem Millionen-Publikum vorstellen.
Endlich mal eine, die öffentlich die Obama Regierung mit Nazi-Deutschland vergleicht.
Warum fällt den Deutschen nie so ein Lückenfüller für’s Sommerloch ein?
So wie es aussieht, gibt es sogar hier bei uns Anhänger der Theorie.
(Nachtrag 03.10.2009 19:46 Uhr) Im Bildblog steht mittlerweile auch etwas über die Theorie, natürlich mit dem Tenor, die BILD wieder etwas bloßzustellen …
(Update 01.05.2011 17:14 Uhr) Präsident Obama hat mittlerweile das geforderte Formular veröffentlicht, was natürlich nicht bedeutet, dass die Leute damit zufrieden sind …
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