Archiv für die Kategorie ‘Straßenschlacht’

Gewohnheitstiere

Sonntag, 16. Januar 2011, 23:07 von Jens

Was macht Otto Normalkraftfahrer, wenn an gewohnter Stelle urplötzlich ein Kreisverkehr auftaucht?

Richtig, man ignoriert ihn. Das haben wir immer so gemacht, und et is noch imma joot jejange!

[via Der Postillon]

Winterreifenpflicht? Und überhaupt …

Freitag, 03. Dezember 2010, 18:32 von Jens

Im Bundesgesetzblatt 2010 Teil I Nr. 60 vom 03.12.2010 auf Seite 1737 und 1738 wird die Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung und der Bußgeldkatalog-Verordnung veröffentlicht. Quelle

Dort wird der § 2 Abs. 3a StVO geändert.

Die alte Version lautet

Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage. Wer ein kennzeichnungspflichtiges Fahrzeug mit gefährlichen Gütern führt, muss bei einer Sichtweite unter 50 m, bei Schneeglätte oder Glatteis jede Gefährdung anderer ausschließen und wenn nötig den nächsten geeigneten Platz zum Parken aufsuchen.

Die neue Version soll diese sein

Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, welche die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S Reifen). Kraftfahrzeuge der Klassen M2, M3, N2 und N3 gemäß Anlage XXIX der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. September 1988 (BGBl. I S. 1793), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 21. April 2009 (BGBl. I S. 872) geändert worden ist, dürfen bei solchen Wetterverhältnissen auch gefahren werden, wenn an den Rädern der Antriebsachsen M+S-Reifen angebracht sind. Satz 1 gilt nicht für Nutzfahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft sowie für Einsatzfahrzeuge der in § 35 Absatz 1 genannten Organisationen, soweit für diese Fahrzeuge bauartbedingt keine M+S-Reifen verfügbar sind.

Soviel zum Beamten-Deutsch.

Stutzen wir das doch mal etwas zusammen.

Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, welche die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG [...] beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S Reifen).

Der Anhang II der Richtlinie 92/23/EWG befasst sich mit Anforderungen für Reifen. Wer online nach dem gesamten Machwerk sucht, findet es u.U. hier. Die extra angegebene letzte Änderung dieser Richtlinie durch eine andere Richtlinie bringt nur wenig Neues und verwirrt nur. Vollständigkeitshalber hier noch ein Link zu eben jener Richtlinie 2005/11/EG.

M+S Reifen werden dabei in der Anlage II unter Punkt 2.2 beschrieben als

Reifen, bei denen das Profil der Lauffläche und die Struktur so konzipiert sind, daß sie vor allem in Matsch und frischem oder schmelzendem Schnee bessere Fahreigenschaften gewährleisten als normale Reifen. Das Profil der Lauffläche der M + S-Reifen ist im allgemeinen durch größere Profilrillen und/oder Stollen gekennzeichnet, die voneinander durch größere Zwischenräume getrennt sind, als dies bei normalen Reifen der Fall ist.

Hmm, schön allgemein gehalten.

Das M+S Symbol auf Reifen bedeutet im Übrigen keinesfalls, dass es sich um wintertaugliche Reifen handelt. Es gibt auch Hersteller, die ihre Sommerreifen mit diesem Symbol bedrucken. Eine Definition für den M+S Schriftzug gibt es nämlich nicht.
Vergleiche dazu auch den Wikipedia-Eintrag zu Autoreifen.

Unterm Strich ist es also (finanziell und Flensburg-Punkte-technisch) besser für mich, mit als M+S gekennzeichneten Reifen zu fahren, die die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm nicht unterschreiten und von der Gummimischung her schon beinhart sind, als auf winterlichen Straßen mit neuen, nicht zulässigen Sommerreifen und 6 mm Profil unterwegs zu sein.

Wenn der Gesetzgeber es gewollt hätte, dann hätte er ja auch explizit den Begriff Winterreifen in die neue Version der StVO aufnehmen können. Und um noch einen Schritt weiter zu gehen, hätte man für Winterreifen sogar noch eine bessere Mindestprofiltiefe von 3-4 mm festlegen können. Oder man hätte sogar ein international anerkanntes und genormtes Symbol verwenden können.

Aber nein, lieber einen schön undurchschaubaren Text ins Gesetz schreiben, der mal so und mal so ausgelegt werden wird. Die nicht ausgelasteten Deutschen Verkehrsgerichte wird’s freuen.

Hals und Beinbruch allen winterlichen Straßenverkehrsteilnehmern!

Google Streetview mal anders

Dienstag, 02. November 2010, 21:20 von Jens

Da dachte ich, ich bin da auf etwas ganz exklusives gestoßen, aber dann musst ich feststellen, dass das ja schon längst bekannt ist. Naja, ich zeig’s euch trotzdem.

Seit neulich kann man ja per Google Streetview die ersten Bilder aus Deutschland begutachten. Als Erstes wurden Fußballstadien virtuell begehbar gemacht. So z.B. auch die Veltins-Arena in Gelsenkirchen.

Zuerst habe ich mich ja gewundert, wie die Streetview-Autos da hineingepasst haben? Und das auch noch, ohne den heiligen Rasen kaputt zu machen.

Da aber die Veltins-Arena gut verglast ist und Glas wiederum gut spiegelt, ist mir der Kollege hier aufgefallen.

Er ist dann sogar noch etwas näher an den Scheiben entlang geradelt.

Aber wie gesagt, das scheint nichts Neues zu sein …

Entwicklung an der Tankstelle: Rohölpreise in Dollar und Euro

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 18:49 von Jens

Warum ist der Sprit eigentlich so teuer in letzter Zeit?

Aktuell bewegt sich der Rohölpreis auf dem Niveau von Oktober 2008 (ca. 80 US-Dollar pro barrel), als die Ölpreise im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise im freien Fall waren. Zu diesem Zeitpunkt hat man für einen Euro ca. 1,36 US-Dollar bekommen. Heute bekommt man für einen Euro 1,39 US-Dollar.

Im Oktober 2008 konnte ich einen Liter Diesel an einer Detmolder Tankstelle für 1,319 Euro bekommen. Heute liegt der Preis bei 1,179 Euro.

Der Höchststand war am 03.07.2008 mit 140,73 Dollar pro barrel erreicht. Für einen Euro hat man damals 1,5885 Dollar bekommen.
Am 11.07.2008 habe ich in Detmold Diesel für 1,469 Euro / Liter getankt.

Eine schöne Übersicht der Rohölpreis-Entwicklung kann man auf dieser Seite finden.

Ich habe jetzt mal die Ölpreise und den Euro/Dollar Kurs in einem gemeinsamen Diagramm dargestellt. Hier kann man schön erkennen, wie ein starker Euro (also mehr Dollar für 1 Euro) dazu beiträgt, die Endverbraucherpreise niedrig zu halten. Ein schwacher Euro (so wie Anfang Juni 2010) führt hingegen zu höheren Preisen an der Tankstelle, trotz sinkender Rohölpreise.

Hier also die Entwicklung ab dem Jahr 2006.

Und hier für das bisherige Jahr 2010.

Wer es noch genauer haben will, kann für das gleiche Diagramm ab 2003 hier klicken.

Da ich in den letzten 7 Jahren nur Diesel getankt habe, habe ich leider keine Daten für die Benzin / Super Preise in diesem Zeitraum. Wenn ein Leser genauso verrückt ist wie ich und gerne Excel-Tabellen pflegt, und dabei auch noch Preise mit Datum für andere Kraftstoffarten zur Verfügung stellen möchte, dann werde ich das gerne in meine Diagramme mit einbauen. Ich kann mich noch gut an eine Zeit in 2008 oder 2009 erinnern, wo Diesel teurer war als Super. Das würde ich gerne auch mal grafisch darstellen.

Quellen:
US-Dollar / Euro Kurs der Bundesbank
Rohölpreise (in US-Dollar / barrel), OPEC
Eigene Aufzeichnungen für Dieselpreise an Tankstellen im Raum Lippe

Dem Tod von der Schippe gehüpft

Mittwoch, 22. September 2010, 0:10 von Jens

via lawblog

Trafo-Schwertransport von Augustdorf nach Lage

Donnerstag, 16. September 2010, 1:05 von Jens

Heute Nacht hat ein Schwertransport einen über 200 Tonnen schweren Transformator von Augustdorf zum Umspannwerk nach Lage befördert. Das Umspannwerk befindet sich übrigens hier. Bilder vom doch recht unspektakulären Ereignis kann man schon jetzt an dieser Stelle sehen. Eine Menschenmenge von bis zu 10 Schaulustigen hielt auch der einsetzende Regen gegen 00.30 Uhr nicht davon ab, der Prozedur beizuwohnen. Nachdem es scheinbar einige Probleme mit dem hintersten Rad des Anhängers gegeben hat, verschwand der gar nicht mal so große Trafo auf dem Betriebsgelände.

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R.I.P. 530dA

Dienstag, 14. September 2010, 21:51 von Jens

Heute war es soweit. Nachdem am letzten Freitag auf der Rückfahrt von Hannover ein irgendwie komisches Geräusch aus dem Motorraum erklang, wurde mein kleiner Büffel am Samstag in die Klinik gebracht. Heute stand nach langer Fehlersuche endgültig fest, dass die Notoperation leider nichts mehr genützt hat. Irgend ein Metallteil hat seinen Weg in einen der Zylinder gefunden und dort neben dem Ventil auch die Zylinderwand und den Kolben durchschlagen. Mit anderen Worten nicht (mit wirschaftlich gerechfertigtem Aufwand) mehr zu reparieren.

Vom 20.09.2002 bis zum 10.09.2010 waren wir ein Paar.

Hier der Rückblick auf frühere, bessere Zeiten …

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Getriebenotprogramm

Dienstag, 31. August 2010, 18:32 von Jens

Es ist noch nicht allzulange her, da sah mein doch schon etwas betagtes Autochen so aus. Die Batterie wurde also ausgetauscht, alles war gut.

Gestern morgen dann das gleiche Spiel. Nichts ging mehr. Dieses Mal half auch die Überbrückung nicht. Im Display stand plötzlich folgendes:

Ich habe mich dann telefonisch vom freundlichen BMW Vertragsreparateur aufklären lassen, dass diese Meldung wohl nur mit der zu niedrigen Spannung zu tun hat. Ich hatte schon wieder die $$-Zeichen der Reparatur-Rechnung gesehen.

Nun gut, der Freundliche kam und versuchte seinerseits nochmal die Überbrückung, mit dem selben Ergebnis. Nichts ging mehr. Also wurde die Kiste abgeschleppt und über Nacht zur Beobachtung auf der Intensivstation behalten.

Er kommt halt langsam in die Jahre …

10 Jahre sind doch kein Alter!

Mittwoch, 11. August 2010, 18:52 von Jens

Für eine Autobatterie. Habe ich jedenfalls gedacht.

Ich habe mich dann eines besseren belehren lassen, nachdem mein Autochen am Montag beim Versuch zu starten nur leichte Klick-Geräusche von sich gegeben hat.

Also wurde fix ein Überbrückungskabel und ein Organspender-Auto organisiert und schwupps, schon lief er wieder.

In der Werkstatt bekam ich dann große Augen zu sehen, als ich fragte, woran das denn liegen könnte, dass die Batterie vom einen auf den anderen Tag einfach leer ist – ohne mir einer Schuld in Richtung angelassenes Licht o.ä. bewußt zu sein. Als ich dann noch sagte, es wäre die erste Batterie im Wagen (EZ 05.2000) wurden die Augen nur noch größer.

Respekt! 10 Jahre sind für eine Batterie nicht schlecht.

OK, dachte ich mir, wieder was gelernt.

Neue Batterie einbauen lassen und jetzt schnurrt er wieder.

Erster

Montag, 12. Juli 2010, 22:29 von Jens

Heute auf dem Weg von Niebüll nach Westerland mit dem DB AutoZug … wir waren ganz vorne mit dabei!

Temperatur-technisch ging es bei 29 °C los … und angekommen sind wir dann bei kühlen 18 °C, begleitet von einem wolkenbruchartigen Gewitter.