Quelle ewiger Freude

Quelle ist also pleite. Das ist jedenfalls das, was ich unter dem Terminus insolvent verstehe. Das ist erstmal schlimm, keine Frage. Vor allem für die betroffenen Mitarbeiter. Die betroffenen Manager werden sich schon irgendwie über Wasser halten.

Nun soll ein sog. Massekredit über 50.000.000 Euro (in Worten: Fünfzig Millionen Euro), je zur Hälfte finanziert vom Bund und den Ländern Bayern und Sachsen, über das Gröbste (nämlich Quelle ohne Quelle-Katalog) hinweghelfen. Was das bringen wird kann, haben wir ja schon bei General Motors gesehen. Auch dort wurden – ungleich höhere – Summen, aus Steuergeldern gespeist, in das am Boden liegende Unternehmen gepumpt. Und mit welchem Ergebnis?

Besonders in den Zeiten kurz vor der im September anstehenden Bundestagswahl frage ich mich natürlich, ob hier wirklich Arbeitsplätze gerettet, oder nicht vielleicht doch medienwirksam Wähler an die helfenden Parteien erinnert werden sollen?

Wenn ich dann noch lesen muss, wie der Quelle-Mutterkonzern Arcandor vor Beantragung der Insolvenz die liquiden Mittel von Quelle abzieht (und das ganz lapidar mit der schon immer praktizierten Cash-Pooling Methode rechtfertigt)

Das hat überhaupt nichts mit der Insolvenz zu tun

Dann frage ich mich doch, wann die Bundesregierung dem kleinen Handwerksbetrieb mit 3 Angestellten einen Massekredit gewährt, der aufgrund der Finanzkrise in Schieflage geraten ist. Sind das keine Wählerstimmen Arbeitsplätze ? Doch, aber wahrscheinlich sind es nicht genug, die da übers Messer springen. Und das Fernsehn berichtet da sicher auch nicht so toll drüber …

Dieser Beitrag wurde unter Politisches abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.